“Akne ist ein Zeichen mangelnder Körperhygiene”
So oder ähnlich wird immer wieder vorschnell ein Urteil über die von dieser Hautkrankheit Betroffenen geurteilt. Dieses ist jedoch falsch, denn Akne kann definitiv nicht als Folge mangelnder körperlicher Hygiene betrachtet werden. Außerdem steht fest, dass das Hautbild auch durch ständiges Waschen sich nicht verbessert, sondern im Gegenteil der natürliche Säuereschutzmantel der Haut durch zu häufiges Waschen eher noch beschädigt wird, was durchaus zu einer Verschlechterung der Krankheit führen kann. Aufgrund dessen wird Betroffenen empfohlen, die Hautreinigung maximal zweimal täglich vorzunehmen und hierbei ein pH-hautneutrales (entspricht einem pH-Wert von 5,5) Hautreinigungsmittel zu verwenden.
“Sexuelle Gedanken und Handlungen führen zu Akne”
Die so genannte pubertäre Akne manifestiert sich zwar häufig zeitgleich mit Erwachen der Sexualität, es entspricht allerdings einem auf endokrinologischen Hintergründen beruhenden Missverständnis, dass sexuelle Handlungen und Gedanken die Hauterkrankung nach sich ziehen.
“Mitesser und Pickel sollten ausgedrückt werden”
Das “Ausdrücken” der so genannten Akne-Effloreszenzen stellt zu einer medikamentösen Therapie überhaupt keine sinnvolle Alternative dar und sollte zum einen ausschließlich in Ausnahmefällen und zum anderen durch eigens hierfür geschultes Personal vorgenommen werden, da bei einer unsachgemäßen Durchführung eine Ruptur des Follikels beziehungsweise eine Abszessbildung, eine Vergrößerung der Wunde sowie zusätzliche Narben und Schmierinfektionen entstehen können.
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